Nirgends hat Mann/Frau so viele

 

„Erlebnisse“

 

mit anderen Menschen

 

als durch

 

"NICHT"

 

Gesellschaftskonforme

 

Verhaltensweisen

 

Rainer Graf 2017


Des is a` koa Sackerl foi Hirschg`weih mea!

… denk i` mia imma !

Manchmal schaut`s scho` lustig aus! Sieht aus wie wenn eine/r auf dem Broken im Harz vom Wind vor sich her getrieben wird – nur viel langsamer. Alles nach hinten geneigt.

Mit Flossen an den Füßen!

 

Wie kann das überhaupt sein, das sowas geht, oder zur Normalität wird???

 

Eigentlich und irgendwie ist es komisch, oder traurig, oder …?

 

 

Es werden auch immer mehr. Ob die dann irgendwann die Weltherrschaft an sich reißen??? Möglich ist das schon, aber bis dahin bin ich eh nicht mehr da. Die drücken die Erde dann wahrscheinlich zusammen. Oder rollen sie mit „Schwerlastautos“ kaputt.

 

 

Sie sollten allerdings dann noch lernen wie man aus dem Auto aussteigt „ohne“ dass sich der Bauchnabel am Oberschenkel festsaugt. Hihi! Ich weiß, des war jetzt gemein.

 

Dafür ist das einsteigen viel besser, da kommt das Kartoffelsackfeeling auf. Was des is? Des is wenn man einen Fuß ins Auto setzt, glei an die richtige Stelle. Dann wird mit der rechte Arschbacke dir rechte Seite vom Sitz anvisiert, oder anders herum. Wenn es dann soweit is, gibt’s eine einzige Bewegung in der man sich rein zieht, synchron zum „Abwärtsfallenlassen“. Hört sich schwierig an, ist aber nach etwas Übungen ein Kinderspiel. Irgendwann glauben die es sieht „fast“ schon elegant aus. Tut`s natürlich nich`!!!

 

 

Aber die tun echt ihr Bestes, zumindest von der Menge her. Haha! Ui - wieder gemein!?! Herrschaftszeiten, ich kann`s nich` lassen.

 

 

Früher, also in meiner Generation hamm`s erst im Mittelalter angefangen, also ich mein im mittleren Alter. Aber die Zeit bleibt nicht stehen. Früh übt sich wer „g`wammbat“ sein will! Wenn du heut gut darin sein willst, musst du echt früh anfangen! Aber wie ich sehe haben das schon viele Jüngere begriffen.

 

Es gibt auch ein Phänomen das bei allen auftritt. „Wenn in der Öffentlichkeit was runter gefallen ist!“ Alter, das ist so ziemlich der „Supergau“. Des Ding muss ja jetzt irgendwie wieder hoch zu einem. Immer wieder eine „Schau“!

 

Im privaten wäre immer eine Lösung da, nur jetzt is es grade schlecht. Hilft nun blos noch ein Witz mit künstlichem Lachen um das ganze dezent zu überspielen?!?!?!? Oder weis dann erst recht jeder das atmen und verdauen momentan eh schon die letzten Reserven kostet? Ach - Kacke!!!

 

Flucht nach vorn – der „lustige Dicke“ muss jetzt herhalten. „Ja, des is ned so einfach mid so am „Spiegeleierbauch“! Wie, kennst du ned? Des is wen an Spiegel brauchst um deine Eier zum sehen!!! Hahahahahahha!!! Alles lacht – das innerliche weinen sieht Gott sei Dank niemand.

 

 

Jaja, die Dicken. Oder die Fetten. Eigentlich Beide! Bei uns sagt man halt nur, egal ob Männlein oder Weiblein, „Gwammbata Uhu“! Die habe schon so ihre Probleme.

 

 

Wobei es natürlich auch Vorteile gibt.

 

Beim Gang zum Buffet gehen alle aus dem Weg, immer in der Hoffnung das noch was übrig bleibt.

 

Im Supermarkt, immer freie Bahn.

 

Powernapping, alle anderen machen es nur 10-15 Minuten. Die aber sind in der Lage 3-4 Stunden zusätzlich zu schlafen. Sind dann aber immer noch müde. Solltest doch mal einen Bluttest machen.

 

Die täglichen Schweißausbrüche sorgen immer dafür dass man nie von Menschen belästigt und eingeengt wird.

 

Es gibt ständig was zu lachen, auch wenn innen drin alles für den Arsch ist.

 

Beim Radl fahren drückt der Bauch die Beine so weit auseinander, das immer der optimale Seitenabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern herrscht. Besser geht`s doch nicht, oder?!

 

Ne, echt - besser geht`s wirklich nicht!!! So à Scheißdreck!

 

 

 

Ja, so is es! Und immer wenn ich so was seh`, denke ich mir:

 

Des is a` koa Sackerl foi Hirschg`weih mea!

 

 

 

Jetzt wird der ein oder andere, ob dick oder dünn, natürlich vollkommen zu Recht sagen: Boa, wie kann der bloß? So ein A…loch! Alter, ist der scheiße drauf! So etwas kann man denken aber doch nicht aussprechen! Wie kann man diese Leute nur so an den öffentlichen Pranger stellen, die haben schon genug Probleme im Leben!!!

 

 

Richtig, ich hatte viele Probleme, als ich die letzten Jahre immer der „lustige Dicke“ war und keiner außer meiner Familie dies gesehen hat! Ich selbst habe einfach alles ignoriert. Jeden Hinweis, jeden Arztbesuch, die ganzen alltäglichen Schwierigkeiten. Und da waren echt `ne Menge! Somit war meine Welt, ganz offiziell und in allen Bereichen, lustig und in Ordnung.

 

 

Ich habe 2014 in 7 Monaten ohne Hilfe 60 kg abgenommen. In dieser Zeit ist einer meiner besten Freunde an seinem Übergewicht gestorben. Ende 2016 dann der zweite. Beide keine 50!!!

 

Wie sich fette Menschen fühlen weis nur ein fetter Mensch. Oder einer der es gewesen ist. Dieser hat aber, meiner Meinung nach, jetzt auch die Aufgabe und das Recht anderen einen Spiegel vorzuhalten. Immer in der Hoffnung dass es bei dem ein oder anderen, die täglich das falsche Essen unkontrolliert in den Kopf schieben, noch rechtzeitig „KLICK“ macht!

 

 

An alle die allein durch eine Krankheit zu ihrem Übergewicht kommen sind in dieser Geschichte natürlich „nicht“ gemeint und ich entschuldige mich, falls sich davon jemand beleidigt fühlt.

 

 

An alle „Dünnen“: Wenn ihr euch schon die Mühe macht über uns, die mit zu viel auf den Rippen, sehr kreativ Witze zu machen, macht euch wenigstens auch die Mühe, ganz kurz nur, hinter die Fassade zu sehen. Danke!

 

 

P.S.: Wenn jemand so dürr ist das überall die Knochen zu sehen sind, nennen wir das in Bayern: Sieht aus wie ein Sack voller Hirschgeweihe!

Februar 2014
Februar 2014


Nirgends hat Mann/Frau so viele „Erlebnisse“ mit anderen Menschen als durch nicht Gesellschaftskonforme Verhaltensweisen.

 

Soll nicht heißen das alles was man macht total schräg sein muss, aber es genügen Kleinigkeiten um sich ein wenig von der Masse abzuheben und dadurch sein eigenes Leben ungemein zu bereichern.

 

ICH

Aufgewachsen in keinem vornehmen Viertel, g`scherte Leut` sagen „Glasscherbenviertel“ dazu.

 

Heute wohne ich dafür in einem sterilen Viertel das nicht mehr „menschelt“ und ich vermisse mein Glasscherbenviertel (bitte guuugln).

 

Das wird weiter ein Grund dafür sein das in unserem Garten alles blüht was ich irgendwie Platztechnisch unterbringen kann und sich eine vielfallt an Insekten bei uns tummelt. Im Gegensatz zu den meisten unserer Nachbarn, die mich dadurch natürlich noch mehr als etwas seltsam betrachten.

 

Gut so!

 

Ich war durch meine Eltern schon immer sehr bodenständig und als ich 2014 (mit 47 Jahren) in 7 Monaten 60kg abgenommen habe, ist es erst richtig ausgebrochen.

 

Abgenommen habe ich alleine durch Ernährungsumstellung. Jaaaaaa, ich esse jetzt im Wohnzimmer! - Scherz!!!

 

Nachdem ich fast das ganze Jahr in der Krachledernen und der Taschenuhr meines Opas unterwegs bin, passt das Barfuß gehen genau ins Bild.

 

Für Preußen: Eine Krachlederne ist eine in Bayern hergestellte Lederhose aus Hirschleder, von Hand bestickt und viele Jahre getragen.

 

Mancher denkt jetzt wahrscheinlich:

Au weh zwick, Midlife-Crisis!?!

Dazu noch Old-school-Syndrom und Realitätsfremd!?!

 

Da mag was dran sein, dem widerspricht allerdings das ich für CNC-Maschinen Programme schreibe und schon seit 1992 nebenbei eine Sattlerei betreibe. Was mich auch dazu veranlass hat eine eigene Tasche für Barfußgänger/innen zu entwerfen. 100% Büffelleder und in meiner Sattlerei handgenäht im Stil der früheren Schweizer Armeetaschen. Quasi „unkaputtbar“ und jederzeit zu reparieren.

 

Es ist eher die Erkenntnis was heute mit unserer Welt passiert!

 

Meine Generation ist ziemlich Belehrungsresistent geworden und nimmt alles an was ihr die Industrie als „GUT und gesund“ vorgaukelt bereitwillig an.

Und die Junge Generation - erschreckend Smartphone abhängig.

 

In beiden Generationen regt sich allerdings immer mehr das „Erwachen“ über das was wirklich wichtig ist im Leben.

 

Wenn Du willst dass sich die Welt verändert, belehre sie nicht, sondern lebe so wie Du sie gerne haben möchtest.

 

Auf meinen Unternehmungen begegne ich so vielen angenehmen, interessanten und auch positiven Menschen, dass ich sicher bin das Richtige zu tun.

 

Auch wenn mich der ein oder andere für seltsam hält, so hoffe ich doch das meine Lebensweise der Grund ist warum ich jemandem im Gedächtnis bleibe (schräg oder cool - egal) und diese den ein oder anderen positiv zum Nachdenken anregt. Ich denke, mehr kann ich nicht erwarten.

 

Ein Phänomen sei noch erwähnt: 2012 wurde am linken großen Zeh Gicht festgestellt und seit ich vermehrt Barfuß gehe, ist so gut wie nie etwas zu spüren.

 

Cool, oder?!?

 


Da Fotz`n ziaga

- a` Barfußg`schicht` nach einer wahren Begebenheit

 

Host des wiada g`segn ? Hob i ma no denkt?!?

Uuups, muas jo „Hochdaidsch“!

Ois dann, no amoi!

Hast du das wieder gesehen? Hab ich mir gedacht.

Wieder ein „Fotz`nziaga“! (der Titel geht nicht anders)

 

„Fotz`nziaga“ begegnen einem vermehrte im Sommer. Immer „geduckt“ sind sie unterwegs. A` „Flascherl“ haben sie auch meistens dabei. Im Herbst und Winter, wenn gerade kein Schnee liegt, kommen sie manchmal auch raus. Regen geht aber gar nicht, da verkriechen sie sich in ihre Prestigedesignerhöhlen oder sind mit ihrem „Car-o-di-Bonzo“ unterwegs.

Es gibt Männchen und Weibchen davon - aber mehr Männchen. Wie immer, wenn es darum geht den Anderen zu zeigen was man alles hat und kann.

Eigentlich schauen sie ganz putzig aus finde ich, bunt und so. Wie wo anders her. Nee, nicht aus Preußen, wo wirklich ganz anders her. Aus dem „Weit-Weit-Weg-Land“ oder so

In Bayern hat übrigens „Fotz“ nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern ist die Bezeichnung für den Mund / Gesicht.

 

Mundharmonika ist bei uns „a` Fotz`n Hob`l“, alles klar?!

Am aller geilsten find ich es wenn „DIE“ auf „MICH“ treffen. Also treffen ist nicht ganz richtig, mich für Sekunden wahrnehmen. Ja. Es sind nur Sekunden, aber die finde ich immer wieder genial! Sehr kurz, aber schon sehenswert.I gfrei mi oiwei wida!  Oh, sorry – ich freue mich immer wieder!

Die hast du sicher auch schon gesehen, kannst sie ja gar nicht übersehen. Sooo putzig!!!

Ach ja, „DIE“, also die „Fotz`nziaga“ haben einen Plastikkopf?!?!

Jaaaa, die haben einen echten Plastikkopf! Wahrscheinlich weil er zum Rest passt, bunt und viel Plastik, Kunststoff oder Plaste (DDR).

Die meisten haben auch Plastikfüße, eigentlich ist sehr viel Plastik an so einem „Fotz`nziaga“!

Was dann eben irgendwie „putzig“ aussieht. Eigentlich müssten sie deshalb den ganzen Tag fröhlich sein, wie im Kindergarten und Spaß haben. Aber stattdessen sind sie zum „Fotz`nziaga“ geworden.

Was hat den eigentlich das ganze Geschwafel jetzt mit „Barfuß“ zu tun, werden sich jetzt einige fragen? Und da sind sicher auch „Fotz`nziaga“ dabei, die aber gar nicht wissen dass ich von „Ihnen“ schreibe.

Damit ihr das mit dem „Fotz`nziaga“ besser versteht, kurz zu mir:

Ich: Baujahr 1967; Meine Füße: Barfuß erprobt; Meine Kleidung: Krachlederne und T-Shirt; Mein Fahrrad: Schweizer Armeefahrrad Baujahr 1979 (1 Gang).

Ich glaube schon das ich auf andere manchmal seltsam wirke, aber die „Fotz`nziaga“ schütten, meiner unmaßgeblichen Meinung nach, definitiv das Kraut aus!

Da gibst auch die wohlgenährten, grad das die ihren „Knödelfriedhof“ noch rauf bringen, aber die Beine stehen ab wie abgeknickte Fühler. In der Mitte ist ja kein Platz mehr – wegen Knödelfriedhof. Und das figurbetonte knallbunte Shirt ist dann das „Beste“.

Die Jungen gehen ja noch, aber die Alten, mit ihren Gartenschlauchadern um die Waden und den Fliegen im Gebiss – „Au weh zwick“!

Bevor ich das ganze jetzt aufkläre muss ich noch etwas gestehen, und zwar das im Lauf der Jahre der ein oder andere dabei war der „KEIN“ „Fotz`nziaga“ war. Es waren schon auch welche dabei die freundlich und entspannt daher kamen. Aber eher selten!

Die Rede ist von den Kilometerfressenden „Rennradlern“!

Ihr müsst euch mal bei Gelegenheit die Gesichter ansehen die die machen, dene verziagt`s regelrecht imma d´Fotz - beim radeln. Kopf nach oben in den Nacken drücken und Mund offen, Helm, buntes Laibchen, usw… des kann nur „schiach“ aussehen.

Und ich muss sagen, manches bewundere ich auch an ihnen, da wäre zum Beispiel, äääh, ja da wäre, also – Mist! Mia foid grad` nix ei!

Manchmal, aber nur manchmal, ist eine/r dabei, sie sind durch mich so irritiert, das sie ganz kurz entspannt und freundlich gucken. Das ist dann für mich der Beweis dass unter diesem ganzen Plastigzeugs „Menschen“ stecken, auch wenn sie normalerweise wie Maschinen aussehen. Kopf gerade aus und durch die Brille sieht man nicht dass „SIE“ gerade „MICH“ ansehen.

Und, das es möglich ist, durch einfaches Barfuß radeln, die Mauer zu durchbrechen die die Menschen heute um sich herum bauen.

 

Fazit: Sei einfach mal ein bisschen „weniger“ Gesellschaftskonform! Es muss ja nicht so extrem sein wie bei mir, aber gehe einfach mal Barfuß wohin oder fahre Radl. Du wirst sehen wie Menschen sich öffnen und auf Dich zugehen - oder radeln!

 

Und manchmal habe ich das Gefühl, Barfuß und in der Krachledernen fühlen sich die Menschen nicht bedroht und sind nicht neidisch. Wahrscheinlich sieht das für sie einfach nach „Heimat“ aus?!?

 

Servus



Zum Beweis das es das es Barfuß viel zu erleben gibt, hier die ….

 

… letzte Sommer Tour 2017

 

Bernbeuren - Auerberg

 

Als erste Begegnung nach ca. 300m war eine Familie mit 3 Kindern. Als eines der Kinder freudig sagte: „Schau mal Mama, da läuft noch jemand ohne Schuhe“ und alle freundlich grüßten!

 

Nach ca. 600m war ein Fußabdruck im Matsch zu sehen - fällt richtig auf.

 

Ich war also nicht allein!!!

 

Kurz danach überholte ich ein Paar das mit dem Vater unterwegs war. Nachdem ich einen kleinen Umweg über eine Feuchtwiese ging, um anschließend über die Teerstraße zurück zum Weg zu gelangen, wartete diese Familie auf mich um sich das Phänomen „Barfuß gehen“ näher anzusehen und zu grüßen. Der jüngere Mann war zwar super ausgerüstet wie für eine richtige Bergtour, aber den Hingucker hatten meine Füße.

 

Mitten auf einem schönen Wurzelweg stand eine Bank auf der ich ein „Päuschen“ machte. Dann habe ich schon von weitem gehört wie ein Mann mittleren Alters seine Partnerin zusammenstauchte, verstanden habe ich nur: … das wär deine Sache gewesen, ich habe schließlich hinten keine Augen, moser, moser, moser! Zum Schluss, kurz bevor beide bei mir waren sagte er noch lautstark. „Da is scho wieder einer Barfuß! Beide gingen dann wortlos an mir vorbei. Denke SIE hatte an diesem Tag keinen Spaß?!?!          SCHMUNZEL !

 

Keine 5 Minuten später wieder ein Pärchen mittleren Alters – aber ganz anders. Er ging wieder voran und sah mich schon von Weitem an – lächelte. Fragte: Und? Das ganze Jahr barfuß? Wir unterhielten uns kurz und er sagt zum Schluss: Mit Lederhose und Barfuß – du bist echt a` cooler Hund! Er blieb mir sehr positiv im Gedächtnis! Dabei ist „ER“ der coole Hund gewesen, schließlich traut sich kaum ein Mann so etwas einem anderen Mann zu sagen!

 

Auf dem Weg um den Gipfel, falls man das beim Auerberg sagen kann, lief ich durch den Wald wieder bergauf und überholte zwei Damen welche ununterbrochen redeten. Als ich diese überholte war es ähnlich wie in einschlägigen Filmen in denen man zur Tür herein kommt, man hörte wie die Nadel über die Vinylschallplatte rutscht und anschließend herrscht komplette Stille - alle starren einen an! Diese beiden Damen hörte ich erst wieder reden als ich sehr weit voraus war.

 

 

 

Im Biergarten traf ich die anderen Barfuß´gänger/innen und wir alle und standen dort dann unter ständiger Beobachtung. Irgendwie genossen wir das natürlich, wir waren schließlich die Einzigen in diesem Gasthof, die diesen „BERG“, bei brutalen 15 Grad Außentemperatur, „OHNE“ Jacke, Hose und Schuhe von namhaften Firmen, die eigentlich nur Bekleidung für die Besteigung von 8000dern produzieren, bestiegen hatten. Alle Anderen hatten natürlich diese Kleidung - wir waren ja schließlich über 1300 Meter.                 Muuhaha!

 

Auf dem Rückweg waren zwei Männer auf dem Weg und sahen in die Berge. Als sie unsere Truppe kam, sahen beide uns wortlos von oben bis unten an und gingen ebenfalls wortlos so weit zu Seite das sie sogar den Weg verließen. Nun galten wir wohl offiziell als „Bedrohung“!

 

Bei den Autos wollten wir zum Schluss noch ein Bild von uns machen. Zum Glück kam ein Radler aus dem Wald und wir fragten ob er ein Foto von uns machen könnte? Bevor er ja sagte, fragte er ob man uns die Schuhe gestohlen habe? Ich verneinte und gestand voller Reue dass wir die Zeche am Auerberg geprellt hätten und die Wirtin uns deshalb unsere Schuhe wegnahm - bis wir alles abgearbeitet haben. Aber wir sind ja nicht doof und somit einfach ohne Schuhe abgehauen!

 

Er schmunzelte, machte die Fotos und verabschiedete sich sehr freundlich.

 

Und das alles zwischen 12:00 und 16:00 Uhr!

 


Fazit:

 

 

Wer tolle Erlebnisse im Alltag haben möchte muss nicht super teure Outdoor Bekleidung kaufen sondern einfach mal seine Schuhe ausziehen und sehen was dann passiert.

 

Zum Nulltarif!

 


Wenn Du willst dass sich die Welt verändert,

belehre sie nicht, ...

 

... sondern lebe so wie Du sie gerne haben möchtest!

 

Rainer Graf 2017

 


- nagulus pilzus vulgaris -

oder...           der gemeine nagelpilz

Der„Nagulus Pilzus Vulgaris“ und der Barfuß

 

-Nach einer wahren Begebenheit –

 

Kein Nagelpilz, kein Fußpilz und kein Fußschweiß beim Barfuß gehen

 

 

 

Bevor ihr das lest, möchte ich anmerken das ich dieses Sache „nicht“ geschrieben habe um Schuhe aus unserem Leben zu verbannen! Es soll nur zum Nachdenken über unser Fußklima anregen.

 

Aber - eigentlich könnte ich mir dieses Thema auch sparen, da die Pharmaindustrie so wild darauf ist Fußpilzmittel zu verkaufen, das durch die massive Werbung sowieso keiner, in dieser Sache, weiter über die eigenen Füße nachdenkt.

 

Wahrscheinlich hat die Pharmaindustrie sogar ein Abkommen mit der Schuhindustrie und deshalb kommt bei Google auch nur die entsprechend einschlägige Werbung.

 

 

Viele überlegen aber doch woher wohl ihr Fußgeruch kommt? Bei manchen Füßen hat man sogar das Gefühl es liegen irgend wo Leichen herum! Und auch Fuß und Nagelpilz müssen irgendwo ihre Ursache haben. Frag mal wieder „Google“.

 

Richtig, die Ursache befindet sich „in“ Deinen Schuhen. Aber im Gegensatz zu Google sind es nicht Deine Füße sondern der Umgang mit ihnen und das Schuh-Verhalten von heute.

 

Ich behaupte ebenfalls nicht dass alle Schuhe schlecht sind, die Art und Weise wie damit umgegangen wird ist aber doch sehr entscheidend.

 

 

Schmale Schuhe: Sie sorgen dafür, das ungeachtet welche Fußform du hast, alle deine Zehen ohne jeglichen Zwischenraum im Schuh stecken. Dieser wäre aber sehr wichtig, für die Belüftung der Zehenzwischenräume. Da hilft dann auch kein Goretex!

 

 

Billige Schuhe: Ganz klar, „Billig“ ist relativ. Auch teure Markenschuhe werden oft billig hergestellt. Aber Schnäppchen-Schuhe beinhalten schon sehr viel mehr Potential für schlechte Füße und ihr Klima. Die Materialien sind für den Ottonormalverbraucher recht undurchsichtig hergestellt. Bei billigen Schuhen (auch wenn „Echt Leder“ drauf steht) ist der Kunststoffanteil immer noch extrem hoch und wird oft zu Bedingungen hergestellt, die keine andere Möglichkeit zulassen als „schlecht“ zu produzieren. Viele Leder werden außerdem beschichtet, um die Oberfläche entsprechend dem zukünftigen Aussehen zu präparieren. Womit? Natürlich mit Kunststoff (Farbe ist oft nichts anderes). Chrom und Weichmacher, die direkt über unserer Haut aufgenommen werden, tun den Rest.

 

 

Schuhe rein aus Kunststoff: Diese Schuhe sind überall, deshalb müssen natürlich Kunststoffe gefunden werden die den Fuß „atmen“ lassen. Diese Aussage ist an sich schon ein schlechter Witz! Einen Kunststoff zu erfinden der die Funktion der Haut imitiert um die Füße atmen zu lassen??? Das ist gerade so als wenn ich jemanden stranguliere und ihm während dessen einen Schlauch zum Atmen in den Rachen schiebe, damit er nicht erstickt?!?!?

 

 

Echte Lederschuhe: Diese Schuhe sind, ganz klar, eine reine Preissache und Pflegen sollte man diese Schuhe natürlich auch, so wie unsere Haut. Man sollte sich also für diese Schuhe bewusst Zeit nehmen. Aber dazu hat natürlich kaum mehr einer Lust, außer denen die sich eben „richtig“ teure kaufen oder vom Schuster ein Paar machen lassen. Aber auch diese Schuhe sind keine Garantie für ein gesundes Fußklima.

 

 

 

 

Der Zeitfaktor: Zeit für unsere Füße haben ist so eine Sache. Obwohl wir, laut den vielen Werbeversprechen, beim Kauf von entsprechenden Produkten überall Zeit gewinnen, reicht es nie um etwas davon unseren Füßen zu spenden?!?

 

 

So und dann - ja dann sind wir wieder bei den Billig.- und Kunststoffschuhen! Pflegeleicht, billig, zeitsparend und schön - Gift für Deine Füße und Dich als Ganzes!!!

 

Du siehst, das Thema „Schuhe, Füße, Nagelpilz und Fußpilz“ ist nicht so einfach zu abzuhandeln, vielmehr könnte man echt es zu Tode diskutieren.

 

 

Ich möchte, wie gesagt, nichts und niemanden an den Pranger stellen oder „eine“ spezielle Sache verteufeln. Vielmehr möchte ich nur kurz klar machen dass „WIR ALLE“, mich eingeschlossen, dem Schuh-Thema nicht entgehen können und es deshalb umso wichtiger ist „Deinen“ Füßen eine regelmäßige Auszeit zu gönnen.

 

 

Nicht nur das durch regelmäßiges Barfuss gehen Dich und Deine Füße eine Freiheit von ungeahntem Ausmaß erwartet, du wirst auch feststellen, es gibt keine Füße die von sich aus Bakterien entwickeln die für Fußpilz sorgen oder gar, das unsere Füße stinken. Das „stinken“ lernen sie erst – in den Schuhen.

 

 

Auch verbirgt sich in keiner Wiese und auf keinem Weg unserer Erde ein „Nagulus Pilzus Vulgaris“ der Deine Zehen anspringt und infiziert. Den züchten wir auch selbst!

 

 

So, jetzt kann eigentlich nur noch eins kommen: „Aber dann werden ja meine Füße nass!?!“

 

Dazu jetzt die „Erkenntnis“ die wir schon in der Schule gelernt haben: „HAUT ist Wasserdicht!“

 

 

Ich wünsche euch eine schöne Zeit!

 

 

Rainer